vendredi 7 juin 2019

Warum diese Strafe.. Warum dieser Fluch?

Meine Finger zittern vor der Kälte, weil ich beim Arbeiten gerne das Fenster offen lasse. Ich schließe das Fenster, wickele einen Schal um meinen Hals und vergrabe meine Finger darin, damit mir schnell warm wird. Ich schaue auf meine Fingerspitzen während ich sie anhauche, entgleite dem Hier und Jetzt und lange Vergangenes kehrt in mein Bewusstsein zurück.

Damals, an jenem Morgen, hatten meine Finger auch gezittert. Ich erinnere mich nicht mehr, warum ich zu spät zur Schule kam – war ich unkonzentriert? Oder war meine Mutter schuld, da sie es versäumt hatte mich rechtzeitig zu wecken? Ich weiß es nicht genau.
Ich ging in die fünfte Klasse der Grundschule und war eine überragende Schülerin, die Lieblingsschülerin meine Lehrerin Fadwa. In den Pausen ließ sie mich bei ihr bleiben, und während die anderen Mädchen draußen spielten, half ich ihr, die Hausaufgaben und Klassenarbeiten zu korrigieren. Sie vertraute mir und warf nur einen flüchtigen Blick auf die Bewertungen, die ich in rot neben die Antwort geschrieben hatte. Dann zählte sie die Punkte zusammen und schrieb das Endergebnis unter die Klassenarbeit.
An jenem Morgen kam ich zu spät und fand mich einer Vertretungslehrerin gegenüber. Mit finsterem Gesicht befahl sie mir, stehenzubleiben, und begann mich wegen meines Zuspätkommens auszuschimpfen. Dabei war ich nur paar Minuten zu spät, was bei uns  Mädchen in der fünften Grundschulklasse dauernd vorkam. Unterwürfig blieb ich stehen und ließ ihre Standpauke über mich ergehen. Dann forderte sie mich auf, meine Hand auszustrecken, um meine Strafe in Form von Stockschlägen zu erhalten.

Ich war schockiert und blickte meine Mitschülerinnen hilfesuchend an, aber es gab kein Entkommen. Das Gesicht der Vertretungslehrerin Nezha war schweissnass vor Wut als sie mir drohte, dass mich weitere Stockschläge erwarten würden, sollte ich das Ausstrecken der Hände weiter hinauszögern.

Ich streckte meine Hand aus und begann noch vor dem ersten Schlag zu weinen. Meine Hände waren eiskalt und die Schläge fühlten sich wie Elektroschocks anIch weinte wegen des Schmerzes, aber noch mehr weinte ich wegen des Schocks und der Demütigung. Während ich noch zu meinem Platz zurückging, trafen weitere verspätete Schülerinnen ein, die allesamt den Stock der Vertretungslehrerin zu spüren bekamen.
Nezha hatte am Tag der Übernahme unserer Klasse entschieden, uns nach ihrer Art zu erziehen: Zu Gehorsam und Unterwürfigkeit. Noch lange begleitete mich dieses Gefühl des Unrechts, dass ich an jenem Tag empfunden hatte. Es war der erste Schlag auf meine kalte Hand.
In der Grundschule hatten wir eine Lehrerin für alle Hauptfächer, und eine weitere Lehrerin für die sogenannten Erholungsfächer, wie Zeichnen und Sport. Der Unterricht in diesen Fächern fiel meistens aus, statt dessen wurden der Stoff der Hauptfächer unterrichtet. Es war Fadwa, unsere Lieblingslehrerin,  die in solchen Fällen einsprang. Sie war unsere einzige wirkliche Lehrerin, nur sie konnte uns einschätzen und sehr selten kam es vor, dass sie uns bestrafte. Zwar machte sie manchmal Anstalten, uns mit dem Stock zu schlagen, lachte dann aber, wenn eine von uns ängstlich die Hand ausstreckte, und bestrafte uns doch nicht.

In der Mittelschule lernten wir schlimmere Arten der Bestrafung kennen, und mussten feststellen, wie sanft es in der Grundschule noch zugegangen war.

Dort gab es viele Lehrerinnen, eine für jedes Fach: Sport, Physik, Geschichte, religiöse Erziehung, Heimatkunde, … Dort lernte ich ein Fach kennen, welches meine Vorstellungen von Unterricht und Schule auf den Kopf stellte: Militärische Erziehung. Es gab spezielle Lehrer für dieses Fach, die sogenannten Jugendausbilder.
Sabah war die erste Jugendausbilderin, die ich in meinem Schulleben kennen lernte. Ich hatte gedacht, sie würde mich bevorzugt behandeln, weil ich aus ihrem Viertel komme. Wir lebten in der gleichen ärmlichen Gegend, in der es keine Mittelschule gab. So kam es, dass ich die Al-Nil Schule  besuchte, auf die Mädchen wohlhabender Viertel gehen.
Sabahs Art, den Klassenraum zu betreten, hatte etwas furchteinflößendes. Allein der Klang ihrer kräftigen Stimme genügte, um uns vor Angst zittern zu lassen. Beim morgendlichen Fahnenappell brauchte sie kein Mikrophon um die Masse der Schülerinnen in Schach zu halten. Immer wieder sagte sie “stillgestanden” und “rührt euch”, zwei Worte an deren ständige Wiederholung wir uns im Laufe der Jahre gewöhnt hatten, jeweils mit den dazugehörigen Bewegungen unserer Füße.
Ich selbst wurde von Sabah nie bestraft, hatte aber Angst, als ich meine Freundin Aruba vor Schmerzen weinen sah, während sie über den Schulhof kroch. Ihre Hose war an den Knien durchgescheuert und ein wenig Blut war zu sehen. Nie wieder sah ich Aruba so gebrochen, wie an diesen Tag. Ausgerechnet sie, die sich für etwas Besseres hielt, weil sie in einer Villa mit einer massiven Eisentür wohnte, wo sie nicht wie wir, in unserer ärmlichen Gegend, von lärmenden Nachbarn belästigt wurde.

Die Frauen des Viertels redeten schlecht über Sabah und nahmen auch vor den mit ihr verwandten Nachbarinnen kein Blatt vor den Mund. Ich hingegen hoffte, mithilfe dieser Verwandten eine Beziehung zu Sabah aufzubauen, um so ihren Strafen zu entgehen. Jene Strafen, deren Vorstellung allein mich bereits erzittern ließ.

Nach der dreijährigen Mittelschule setzte sich unser Martyrium dann an der Oberschule fort, aber nachdem ich mich an Sabah gewöhnt hatte, konnten mich die Jugendausbilderinnen dort nicht mehr überraschen. Wer mich hingegen schockierte war meine Mitschülerin Thana, die zu den sogenannten “Fallschrimspringerinnen” gehörte, einer paramilitärischen Organisation der Bath-Partei. Sie hatte nicht nur Macht über die Schülerinnen und Lehrerinnen, sondern auch über den Schuldirektor und seine Ehefrau. Niemand war so gewalttätig und rücksichtslos wie sie, dabei war sie doch eine Schülerin wie wir.
Es war ihr erlaubt, die Tür des Klassenzimmers aufzutreten und in den Unterricht der Arabischlehrerin, einer charakterschwachen Person, die Angst vor ihr hatte, hineinzustürmen. Dann forderte sie uns auf, aufzustehen und den Leitspruch der Baath-Partei aufzusagen: “Eine Arabische Nation, mit einer ewigen Mission.” Dann mussten wir die Ziele der Partei wiederholen: “Einheit, Freiheit, Sozialismus”. Diese Sprüche können alle Syrerinnen und Syrer auswendig.
Meine Finger sind inzwischen wieder warm geworden und ich stehe auf, um das Fenster erneut zu öffnen. Ich genieße diese Kälte, die mich in Zeit willkürlicher Bestrafungen zurückversetzt hat, unter der wir Schülerinnen und Schüler zu leiden hatten, ohne das wir uns etwas Konkretes zu schulden hätten kommen lassen, und deren einziger Zweck darin bestand, uns unterwürfig zu machen und zu demütigen.

Jetzt, wo Syrien in Trümmern liegt, frage ich mich: Liegt ein Fluch auf diesem Land? Waren die vielen Strafen, durch die damals unser Wille gebrochen wurde, Ausdruck desselben Fluches, der nun überall im Land in jedem Moment spürbar ist?

Was haben wir Syrer getan, dass wir diese Bestrafung verdienen? Am Anfang waren es die Vertretungslehrerinnen, dann folgten Jugenausbilderinnen und “Fallschirmspringerinnen”. Zuletzt kamen Männer aus allen Teilen der Welt um uns die bombardieren, uns zu töten, und uns eine Lektion in Unterwerfung und blindem Gehorsam zu erteilen.
Maha Hassan

Pas de policier dans la tête

Pas de policier dans la tête


Quels ont été vos débuts en littérature?
J’avais 15 ans quand j’ai commencé à écrire. J’étais une gamine très révoltée. Plus tard, j’ai écrit un premier recueil de nouvelles érotiques que j’ai envoyé à un éditeur : il était intéressé, mais rien ne pouvait être publié sans l’autorisation du pouvoir politique. Le texte a donc été interdit, car jugé trop libéral.
Le mesuriez-vous?
Non. Il me semblait que dans un État « laïque », tant que je n’abordais pas la question politique, ça passerait. Quand j’ai vu que ce n’était pas le cas, j’ai pris une des nouvelles du recueil et je l’ai envoyée par la poste à une revue libanaise très réputée, connue pour ses positions antireligieuses. Nous étions en 1993. Quelques mois après, un ami qui revenait du Liban m’a rapporté un exemplaire : mon texte avait été publié et mon nom était sur la couverture. Cette situation était très étrange : d’un côté, j’étais à Alep, portant le voile dans une ville où les femmes se cachent les yeux et les mains, et quelque part à Beyrouth, une revue publiait une de mes nouvelles intitulée Les Doigts de la mariée et qui parlait de masturbation.
Votre famille s’intéressait-elle à la littérature?
Pas du tout. Je suis née dans une famille analphabète. Nous n’avions pas un livre à la maison. Chez nous, ce qui comptait, c’était la politique, de sorte qu’on pouvait me juger moralement, mais pas artistiquement. Peut-être que cela m’a aidée. Peut-être que si j’avais eu un père écrivain, je n’aurais pas osé écrire. Mon père était un homme de gauche. Mes premières lectures, c’était Marx. J’avais une photo de Lénine dans ma chambre. Ensuite, j’ai découvert L’Être et le Néant et à partir de là, tout un pan de la littérature française. Le premier livre que j’ai acheté moi-même, c’était L’Étranger de Camus. Le seul titre me touchait énormément.
Parce que vous êtes kurde?
Oui, kurde parmi les Arabes. Pour les Kurdes, je ne suis pas kurde parce que je parle arabe et pour les Arabes, je ne suis pas arabe parce que je suis kurde. Très tôt, je me suis exilée dans une littérature française traduite en arabe. Mais ma grand-mère, que je considère comme ma mère spirituelle, était sage-femme et ne parlait pas arabe : elle racontait des histoires en kurde. Une langue que je comprenais, mais sans la maîtriser et sans pouvoir l’apprendre à l’école… La langue arabe est donc ma mère adoptive, celle qui m’a soignée. Au fond de moi, cependant, je ne me sens pas arabe… Kurde non plus. Je me sens comme une bâtarde.
Votre premier roman, L’Infini. Récit de l’autre, est finalement publié en Syrie en 1995. Quelle a été sa réception?
Cette fois-là, j’ai obtenu l’autorisation du pouvoir politique, mais j’ai été condamnée par le milieu littéraire. On m’a reproché que ce ne soit pas un roman, que ce ne soit pas linéaire, que ce soit composite… Certains écrivains reconnus ont prétendu que ça ressemblait à une bagnole avec un moteur de Peugeot et des portes de Mercedes. On aurait préféré que je fasse des romans sentimentaux. Non seulement j’étais kurde, cataloguée comme auteure érotique, mais aussi attaquée pour mes partis pris esthétiques.
En 2005, Human Rights Watch vous a décerné le prix Hellman-Hammett pour votre engagement en faveur de la liberté d’expression. Vous avez alors passé un an en résidence dans la maison d’Anne Franck. Quel souvenir en gardez-vous?
Cela a été extraordinaire. Pour moi qui suis une femme venue de la guerre, c’était comme un signe du destin : une main tendue pour poursuivre en littérature.
Vous avez aujourd’hui le projet d’écrire en français. Pourquoi?
Mes livres ne sont pas traduits en français et cela reste pour moi un grand obstacle : je suis mariée avec un Français, j’habite à Morlaix, tous mes amis sont Français… J’ai envie d’être lue par ces personnes. Mais aujourd’hui, les traductions s’opèrent essentiellement selon un agenda politique : l’Occident choisit les textes arabes à traduire au gré de l’actualité et non en fonction de critères littéraires. C’est pourquoi je désire aujourd’hui écrire directement en français. Et puis le français, c’est la langue de la liberté. Quand je m’exprime en arabe, il y a toujours une autocensure qui s’exerce. Quand je parle en français, il n’y a place pour aucun policier dans ma tête.

jeudi 21 mars 2019

Nothing is more precious than freedom

Nothing is more precious than freedom’
An interview with Maha Hassan

I would like to start with a question about how you began. You studied law and politics and then devoted yourself to writing novels, how did you take the decision to change? And why?
My law studies had no effect on my writings. I never worked in the fields I majored in. I had started with writing years before. It was politics that led me to start writing. I was born in a fertile political environment, a Marxist father, and a Kurdish family divided between the political loyalties of Kurdish nationalist parties and left-wing opposition parties. From here, I opened my consciousness to challenge the status quo.

Because I am a woman, that provided me with many of the negative experiences that we as women face, living with many social and political contractions. Through these experiences I have found writing as my way to express my anger at that time. In other words, writing was at first a protest against the social and political conditions surrounding me.
Your first novel bears the name “infinity”. This name is interesting, tell us about it?
It is true that “infinity” was the first printed book I published, but I started publishing it years ago, and I had an important and harsh experience with Arab newspapers and magazines.
I began to write a short story, choosing as a kind of protest erotic writing, so I got published in the controversial Lebanese magazine Al Naqed, my story which was considered shameless by the male dominated environment. My name appeared on the cover of the magazine, Al-Qasim, al-Naqih al-Nayhum and others. The Al Naqed journal was critical of fundamentalist culture and opposed to religious thinking. The censorship in Syria refused to publish my collections of stories. A moral social uproar was raised around me in the ultra-Orthodox cultural milieu in Aleppo. I protested and went away from writing until I came back years later with “infinity”, which carries my imaginations of the composition of a human of many facets. This was linked to the fact that I was a product of many cultures, being born in a Kurdish, leftist, Islamist, repressive environment for women regardless of their culture.
As a Syrian Kurdish woman living in France, what do you miss in your country?
I experienced exile in two phases, the first upon my arrival alone in 2004, after which I began to integrate into French society. I acquired the nationality of this country, which I embraced and protected. I thought of going to Syria to test this country after I have been absent from it for many years. Then the uprising started, and a huge asylum seeker wave happened. A large portion of the Syrians I know moved to France and Europe in general.
That is why I lived the exile twice. My first exile consisted of my personal memories: my life, my friends, my neighbours, my mother, my sisters, the fava bean (“fool”) dish on Friday, which was a holy ritual there in Aleppo, and all the intimate details I used to miss during my first years of exile. Then came the fierce, violent exile, the exile of war, killing my feelings and desires that seemed naive, nostalgia for the bowl of fava beans, or my mother’s coffee, or morning songs, or the phallus tree on the roof of our house. The war killed my neighbours and friends and destroyed my house in Aleppo and killed the fava bean (“fool”) dish maker. The gardens were uprooted. My nostalgia became big and impossible, only nostalgia for walking in the streets of Aleppo.
As a follow up to the previous question, what are the new opportunities and experiences available to you in foreign countries as a woman and a novelist?
France gave me a new existence, I was born again here, I received a French birth certificate, my new nationality, I obtained safety here. It has always been my dream to have a safe place to write. This dream came true to me in France, my chosen country, which assured me the freedom that made me give up all the privileges that I had in Syria, such as family protection, social warmth, and an emotional environment. This freedom also enabled me to endure the harshness of life in Paris.

From France I took to the Arab world. Here in Paris, I wrote my first novel under the new freedom, called “Umbilical cord” which got me on the list for the “Poker prize”. From this point my accomplishments followed. If I had stayed in Syria, I would not have written, nor would I have achieved my presence in the Arab cultural scene that I entered after leaving Syria. The Arab world and the Arab reader got to know me through my presence in France, while the Syrian censorship and its authoritarian institutions prevented me from publishing.
In 2011, your novel “Umbilical cord” was nominated for the International Prize for Arabic Fiction “Booker”. Tell us a little what does this mean to you?
After I was prevented from publishing my books in Syria due to censorship, I had to go to Beirut to publish my novels. My name’s listing on the Booker’s list restored my honour against the political censorship. This achievement made me popular in the Arab world, and also in Syria, where the Syrian reader had been unaware of the existence of my writings. The Booker prize gave my novels the right to appear in Syria and the Arab world.
In addition to writing novels, what are your other writing projects? What languages do you write in or translate your work into?
My novel “Drums of Love” was published in Italian, and I signed a contract to have my novel “Metro of Aleppo” also translated into Italian. Next year, I will publish a novel, “Good morning war,” in French. I have a draft novel written in French directly, I expect to finish at the end of this year.
Your book Metro of Aleppo is on the list of candidates for the Sheikh Zayed Book Award. Tell us what Aleppo means to you, and what do you miss most about the city?
The old roofs of the old houses full of flowers, the old narrow alleyways and their special black tiles. The various smells of food that we smell and we try to predict what kind of food it is through the smell. The old markets and products not found in Europe such as henna, bath scrubbing bags, Aleppo laurel soap, and thyme. On Friday morning, the curved jasmine dangling outside the walls of the houses and the heavy flow of traffic on the street. All these details and others, I try to include in my writings to restore the fresh smells of Aleppo which do not resemble any smells in any other city. I miss everything in Aleppo, its smells and music. People sitting in front of open houses, the neighbour’s conversations through windows and balconies, and a lot of things. While not forgetting the dark side of life in Syria, such as repression and restrictions of freedom of both women and men, as well as political, religious and military domination and all that the world has got to know about the curtailment of individual and societal freedoms  in Syria.
You wrote about women in the Arab world and honour crimes in “Girls of the Prairie,” what is your implied message of this novel?
This novel was a turning point in my narrative and my themes. I used to avoid violence against women in my writings, and I was afraid of falling into topics that were closer to the popular press rather than novels. However, my presence in France provided me with space for reflection, to look at the past of the abandoned in Syria, and to remember the stories of women who were tormented, and to hear the voices of women who were murdered and buried in silence. I discovered that I had to confront this thorny subject. I invented an aesthetic method by resorting to fiction through which I was able to address this subject. In my novel I observe and convey what I see and feel, and leave it to the reader interpret. Perhaps the implicit message of the novel is to me personally: that I should not forget that I am a woman, and because I am a woman who has suffered the problems of that community, I became a writer.
What are your hopes for Syria and the new Syrian generation?
Freedom. This small word is the eternal obsession. Freedom opens doors of thinking, produces solutions, creates creativity, and changes the world. Nothing is more precious than freedom, and its path is difficult. It begins with the confrontation of individual taboos planted over many generations within each of us, where we are limited by sanctions that turn into solid walls and that are difficult to overcome later. Freedom is the dismantling of the self first, and the other and all the vocabulary surrounding us, which is full of suppression, prohibition and criminalisation. Freedom is the first step towards maturity, both at the the individual level and at the community level.


vendredi 7 décembre 2018

LA LEÇON DU "PRINTEMPS ARABE" AVANT UN "HIVER EUROPÉEN" !


Dans mon roman « Métro Alep », publié dès 2016 en arabe à Beyrouth et qui a été nommé au Prix Littéraire d’Abou Dhabi en 2017, Sarah l’héroïne principale, part d’Alep pour visiter sa tante à Paris et se reposer un peu de la guerre. Sarah ne comptait pas rester en France, mais l’augmentation de la violence à Alep et la montée des courants radicaux islamiques la contraignent à rester.
Les parents de Sarah, qui sont restés à Alep, lui ont demandés de ne pas retourner en Syrie avant la fin du conflit.
Sarah passe ses jours et ses nuits sans réaliser qu’elle est à Paris. Elle prend souvent le métro pour voyager dans son imagination et comparer ses deux vies « celle d’Alep et celle de Paris ». Elle entretient une forme de confusion entre ses deux villes, oubliant qu’il n’y a pas de métro à Alep.
Dans un chapitre où surgissent ses cauchemars, Sarah se réveille et découvre la guerre à Paris :
« Darline hurle en portant Cannelle dans ses bras :
·         Dépêche-toi, Sarah !
Je l’ai regardé avec étonnement et j’ai secoué ma tête en la questionnant.
·         Tu n’as pas encore compris ! C’est la guerre… Bouge-toi… Vite vite !
Darline ne cesse pas de crier, je ne comprends rien, la guerre est là ? Je me rappelle que la guerre était à Alep, nous sommes alors à Alep, Darline et moi.
·         Nous sommes à Alep ? demandais-je à Darline
·         Mais non… c’est ici… la guerre est là, à Paris.
Darline me tire la main et porte Cannelle dans l’autre et rapidement nous dévalons l’escalier.
Je me trouve dans la rue, vêtue de ma chemise de nuit, j’entends le bruit des avions, je regarde le ciel pour voir énormément d’avions qui balancent des bombes et les incendies se déclenchent partout. Une bombe tombe sur Darline. Je pleure paniquée, je tiens Cannelle fermement dans mes bras et je cours, évasive.
Les gens dans la rue hurlent et demandent de l’aide, je les entends en français, je suis donc à Paris, la guerre est donc arrivée à Paris ».
Le chapitre est encore long et je ne peux pas tout traduire. Je parle dans ce roman de la panique des français, du sang qui couvre les rues, des bombardements, les effondrements de bâtiments, des cadavres, des pompiers… Mais tout cela n’était pour moi qu’un cauchemar vécu par une jeune fille syrienne obsédée par la violence qui avait gangrénée sa ville natale. Je n’ai pas imaginé un instant, qu’un paragraphe de ce chapitre pourrait se produire réellement en France.
1er décembre 2018. En regardant les infos, je vois la flamme dans les rues de Paris, je tremble ; comme si j’étais plongée dans mon roman fantastique, je perds la distance entre l’imagination romanesque et le réel.
Collée devant la télévision toute la journée du samedi 1er décembre, je revivais le début de la révolution syrienne ; je passais des heures devant les chaines Al Jazeera, Al Arabiya, France 24 en arabe et également les réseaux sociaux, exactement comme le faisait Sarah dans mon roman.
Il y a quelques jours, le président Macron s’est exprimé pour décevoir la majorité des « gilets jaunes » qui attendaient de lui des propositions plus concrètes et efficaces pour sortir de leur crise financières.
Le comportement de monsieur Macron m’obligeait involontairement à me rappeler des premiers discours de Bachar Al Assad. Les deux comportements sont prétentieux !
Je ne compare pas les deux présidents, cela n’a rien à voir. Entre un président élu démocratiquement par un peuple qui a déjà vécu une longue expérience de liberté et qui a son histoire particulière pour défendre encore la liberté du peuple, et un président imposé par son père dictateur qui avait éliminé tous ses opposants pour prendre les syriens dans sa cage ; la cage de la famille Assad. C’est hors de question de comparer entre un pays de Loi, et un État Policier, mais j’ai trouvé un point commun entre les deux personnalités ; sous-estimer le peuple !
Quand les résultats des élections présidentielles furent annoncés, je me suis sentie soulagée, j’avais peur que l’extrême droite arrive au pouvoir. J’avais beaucoup d’espoir en ce président : jeune, dynamique et j’avais une raison personnelle d’admirer le nouveau président ; Son côté culturel car j’avais lu qu’il aurait aimé être écrivain. Comme c’est magnifique !
En tant qu’écrivaine qui a vécu durant sept ans l’expérience du « Printemps Arabe » et qui s’est transformé en hiver sanglant ; En tant que porteuse de deux nationalités, même si la Syrie est devenue pour moi un ex-pays et que je n’appartiens aujourd’hui qu’à la France, je voulais résumer la leçon qu’on peut tirer du Printemps Arabe : il ne faut pas sous-estimer le pouvoir du Peuple, et ne pas ignorer ou restreindre les dangers des conséquences lorsqu’on déçoit le peuple.
Quand le Peuple sort dans la rue, il sécrète certaines « hormones » magiques, un plaisir, un pouvoir magique. Une énergie incontestable qui empêche la personne révoltée de reculer sans atteindre son but, et cela pourrait produire une catastrophe inenvisageable.
Le printemps arabe s’était déclenché vite en Tunisie et s’était répandu comme une trainée de poudre. Aujourd’hui, plusieurs pays arabes sont déstabilisés. Ne donnez pas l’occasion au « Printemps Européen » ou à l’ « Hiver Européen » de commencer par la France avant de déstabiliser le monde entier. C’est au gouvernement  de trouver rapidement une solution démocratique et raisonnable pour qu’on s’en sorte tous, sain et sauf de ce conflit qui peut amener la guerre.

samedi 25 août 2018

مها حسن فى «حى الدهشة»


 إيهاب الملاح

أحب كتابة مها حسن السردية، أقدر حساسيتها الفنية العالية وبحثها الدءوب عن صوتها الخاص وإنصاتها المرهف لتجاربها الذاتية الممزوجة بنظرة إنسانية رحبة، عمقتها رحلة الهجرة من سوريا إلى فرنسا وإقامتها الدائمة فى باريس.
منذ قرأت روايتها «حبل سرى» وقعت فى غرام هذه الكتابة ذات النفس الوجودى المحموم الممزوج بهموم المرأة العربية التى تعانى التهميش والإقصاء والوقوع تحت طائلة السطوة الذكورية فى أبشع صورها، وتتالت أعمالها المدهشة: «طبول الحب»، «بنات البرارى»، «الراويات»، مترو حلب».. وهى كلها روايات تقرأها باستمتاع حقيقي؛ تمارس مها حسن هوايتها الأثيرة فى اللعب وتفكيك الواقع وإعادة تخليقه سرديا دون أن تشعر بالتعقيد الملازم لمن يمارس التجريب بغير وعى ولا قدرة! وما أكثرهم!.
وفى روايتها الأخيرة «حى الدهشة» (الصادرة عن دار سرد للنشر ودار ممدوح عدوان، 2018) ستمارس مها حسن ألعابها السردية الممتعة؛ خطوة راسخة تكمل مشروعها الروائى الذى تجاوز الروايات العشر؛ لا يغيب عنها أبدا أن الرواية فى المقام الأول هى فن الإمتاع ولا تكتمل المتعة إلا إذا كان الروائى واعيا بأنه يمارس عملا جماليا فى المقام الأول لا بد أن يشد القارئ ويجذبه للانخراط فى اللعب والقراءة والتأويل.
عن الحب، وذكريات الطفولة، والقتل بالنية، والمشيمة العاطفية، ودور الأدب فى حياتنا، تنسج الروائية السورية القديرة خيوط روايتها من حرير الألم؛ وتسعى ــ فى روايتها الحادية عشرة ــ إلى جلب هذه الدهشة عبر الكتابة والذكريات، لتعيد رسم «حلب» وأحيائها الشعبية القديمة، وطقوس عيشها، وبساطة ناسها، وأحلامهم الصغيرة، قبل أن تأتى الحرب فتدمر فى طريقها كل هذا.
احترافية مها حسن تتبدى فى قدرتها على حشد التفاصيل دون أن تغرق فى ركامها أو تستسلم لغواية جمعها! التفاصيل هنا لا تعنى أكثر من الإثبات الفنى لواقع تعيد مها تفكيكه وتركيبه؛ واقع مدينة سورية عريقة ذات تاريخ وحياة كانا يميزانها ويطبعانها بطابع خاص قبل الحرب، ثم تغير كل شىء؛ المكان والبشر والمشاعر.
باقتدار حولت مها حسن جزعها الإنسانى ووجعها السورى إلى تشكيل جمالى للمكان الذى كان؛ فجاءت «حى الدهشة» رواية جميلة تحكى عن حى حلبى قديم؛ حب وشجار وعنف ورغبة. رجال ونساء، حب وبغض، وفاق وخصام؛ إنها صراعات الناس العادية، وأرشفة للمكان السورى قبل الحرب. كأنها أرادت؛ بل هى أرادت فعلا، أن تثبت المكان الذى لم يعد موجودا اليوم.
سرد مها حسن متدفق؛ سلس، بلا نتوءات ولا مطبات، التخطيط للرواية محكم، والشخوص حاضرة قوية حية؛ نماذج وأنماط بشرية قد تكون قابلتها هنا أو هناك تحمل خصوصية لحظتها وتاريخها ومحنتها الداخلية والخارجية على السواء.
أكثر ما يعجبنى ويدهشنى فى إبداع مها الروائى هو تلك القدرة على إظهار مكامن الاختلاف والتفرد فى شخوص رواياتها؛ بطولتهم الحقيقية أنهم بشر عاديون؛ ليسوا أبطالا خارقين ولا ذوى معجزات ومفارقات خيالية؛ إنهم نساء ورجال حلبيون سوريون يحملون كل ما منحته لهم تلك البقعة الطيبة من أرض الله الواسعة؛ ثم يجابهون بما حدث. تأتى نهاية الرواية مع الحرب، فتنشر الأبطال الحقيقيين فى هذا العالم؛ هؤلاء الذين يواجهون «الموت» و«التهجير» و«المنافي«؛ ويغادرون أرواحهم يعانون بلاء الانتظار وهو لا يرحم لهفتهم ولا يرفق بضعفهم.
وكعادتها أيضا لا تنهى مها حسن روايتها من دون أن تفاجئنا مها وتدهشنا بلعبتها السردية فى صفحاتها الأخيرة؛ سنكتشف سر الحكاية والولع بالرواية!.
لا يفوتنى أن أنوه بالإخراج الفنى الأنيق للرواية وغلافها الجميل الذى صممته الفنانة المدهشة نجاح طاهر؛ فضلا على الدقة التحريرية والصياغية فى زمن عز فيه أن تقرأ رواية متكاملة الأركان من حيث الشكل مع سبق الإصرار والترصد؛ ولهذا فالتحية واجبة لمن لم ينس شرط الجودة والدقة والإتقان فى هذا الزمان!.
«حى الدهشة» ثمرة روائية ناضجة لعقل يعرف معنى الحرية، ولقلب لم ينس أبدا رائحة الأرض.. إنها كتابة تستحق القراءة والاحتفاء بصاحبتها التى لم تتخل أبدا عن دهشتها المعرفية والفنية فى كل ما تكتب.